Zandschan (Provinz)

Zandschan (persisch ‏استان زنجان‎, aserbaidschanisch Zəncan) ist eine der 31 Provinzen des Iran. Hauptstadt ist die gleichnamige Stadt Zandschan.

 

Geographie

Zandschan liegt zwischen Teheran im Osten, der kaspischen Region im Norden und den beiden aserbaidschanischen Provinzen des Iran im Westen. Wichtige Städte sind Zandschan, Alvand und Chorramdarreh. Der Großteil der Einwohner sind Aserbaidschaner.

Die Provinz gehört zu den industriell wichtigsten Gebieten des Irans. Daneben ist das Handwerk in Zandschan bekannt.

In der Geografie des Ptolemaios I. war Zandschans Name Aganzana. Er sagte, dass der sassanidische Schah Ardaschir I. die Stadt wieder aufbaute und sie Schahin nannte. Aber später wurde der alte Name, allerdings in der arabischen Version, Zangan benutzt. Das Gebiet der heutigen Provinz Zandschan wurde Khamseh, was Provinz mit fünf Stämmen bedeutet, genannt.

 

Verwaltungsgliederung

Die Provinz Zandschan gliedert sich in sieben Landkreise:

Abhar

Eedschrud

Khodabandeh

Khorramdarreh

Zandschan

Tarom

Mahneschan

 

 

Sehenswürdigkeiten

Zwischen 1302 und 1312 entstand das heute noch in Großteilen erhaltene Öldscheitü-Mausoleum in Soltanije, das ursprünglich für Ali ibn Abi Talib (Vetter und Schwiegersohn Mohammeds) und dessen Sohn Hossein bestimmt war. Letztlich wurde der Bauherr, Mongolensultan Öldscheitü Chodabande, höchstselbst darin begraben. Das Oljaytu-Mausoleum wurde im Jahre 2005 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

 

Sehenswert in Zandschan ist auch die Wäscherei aus der Kadscharenzeit. Das Gebäude beherbergt heute ein Museum für Anthropologie.